Projektstudie
Ideen für Karlsruhes Stadtstrassen
Viele Stadtstraßen in unseren Städten scheinen in einer uns heute fremden Zeit stehengeblieben zu sein: Überdimensioniert, einseitig auf den Autoverkehr ausgerichtet und mit breiten Abstandsflächen ausgestattet lebt in ihnen noch der Geist der «autogerechten Stadt», jener Stadtvision, die den Städtebau der 1960er- und 70er-Jahre prägte. Diese Straßen scheinen einseitig nach Gesichtspunkten des Verkehrsflusses der Autos optimiert zu sein. Radfahrer und Fußgänger sind hier nicht vorgesehen, ja sie werden in die Seitenstraßen, auf Brücken oder Unterführungen verdrängt – kurz: Diese Straßen sind ein Monopolraum für das Auto.

«GRÜNE TUNNEL»

Oftmals haben diese Straßen auch keine Erschließungsfunktion. Es sind reine Transitstraßen, die den Verkehr durch ein Quartier durchschleusen. Die Gebäude wenden sich von der Straße ab, oft sind sie hinter dichtem Buschwerk oder Lärmschutzwällen versteckt, die die Straßen zu einer kaum zu überwindenden Barriere machen.

ÜBERDIMENSIONIERT

Ein Blick auf die Belastungszahlen bestätigt auch schnell den Verdacht, dass viele diese Straßen tatsächlich überdimensioniert sind – teils, weil zur Zeit der Planung mit einem höheren Verkehrsaufkommen gerechnet wurde, teils weil sich Verkehrsströme verlagerten, teils weil sich das Verkehrsverhalten änderte. Viele der Abstandsflächen müssten daher nicht so groß sein, auch die Breite des Verkehrsraums könnte teils reduziert werden, bis hin zu ganzen Fahrstreifen, die entfallen oder umgewidmet werden könnten – hier werden teils enorme Flächenpotenziale, sogenannte URBAN VOIDS, verschenkt.

2013-11-09_Faltblatt_Stadtstrassen-alternativen-1 

>> Zum Flyer Download

 
PROJECT PARTNERS
SPONSORED BY
2013 - URBAN VOIDS
THIS WORK IS FREE-TO-SHARE UNDER A CREATIVE COMMONS LICENSE | IMPRESSUM | CONTACT