Dokumentation SEOUL LIVING LAB
New Urban Regeneration

In Korea vollzieht sich ein Paradigmenwechsel. Das bisherige System der Flächensanierung, bei dem ganze Stadtquartiere abgerissen werden, ist nicht mehr zeitgemäß. Neue Konzepte zur behutsamen Stadterneuerung werden entwickelt.

Das Buch dokumentiert die Ergebnisse des Seoul Living Lab, das in dem Seouler Quartier Sangdo-Sa-Dong stattfand. Veranstaltet wurde es in Kooperation zwischen dem KIT (Karlsruher Institut für Technologie), der Seoul National University (SNU), bw-i Baden-Württemberg International und dem ISA Internationales Stadtbauatelier, im Rahmen des Forschungsprojekts URBAN VOIDS.

Die Herausgeber leiteten das Projekt: Philipp Dechow (Partner im Büro ISA),
Kerstin Gothe (Professorin am KIT), Seogjeong Lee (Professorin an der SNU).

 

 

LivingLab in Sadong-4-Dong vom 29. 03. bis 08.04. 2016
Die Aufgabe: Ökologische und kleinteilige Stadterneuerung – ein LivingLab in Seoul
Die Megacity Seoul steht vor einem Umbruch im Planen und Bauen. Statt des radikalen Abrisses und einem Neubau mit Hochhäusern, statt neuer Quartiere am Stadtrand, gewinnt der Umbau der bestehenden Quartiere und Gebäude an Bedeutung – aus stadthistorischen Gründen, weil sie die Identität der Stadt prägen, aus ökologischen Gründen, weil dort viel „graue Energie“ gebunden ist, und aus politischen Gründen, weil die Quartiere oft günstigen Wohnraum bieten und Gelegenheiten für Wohnen und Arbeiten gleichermaßen. Die Ziele einer nachhaltigen energieeffizienten, klimagerechten Stadt auch in solchen Quartieren zu erreichen, erfordert ein Umdenken im Vorgehen, eine Anpassung des Handwerks, neue Formen der Zusammenarbeit von Experten, Bewohnern und Stadtverwaltung sowie die Rücksichtnahme auf die Besonderheiten des betroffenen Quartiers.
Im Rahmen des Seoul LivingLabs wurden von Expert*innen sowie ausgewählten Studierenden aus Baden-Württemberg und Seoul Konzepte erstellt, wie die Sanierung bestehender Gebäude und Quartiere planerisch und baulich umgesetzt werden kann.
 

Vorgeschichte, Veranstalter und Kooperationspartner

Das LivingLab knüpft an eine Konferenz vom März 2015 in Seoul an: Unter dem Titel „Green Cities. Zur Umsetzung ökologischer Ziele bei der Erneuerung bestehender Quartiere“ fand sie im Seouler Stadtmuseum für Geschichte statt und thematisierte Erfahrungen der Stadterneuerung und ökologische Fragen zur Sanierung des Bestands. Die Konferenz diente dem Ziel, den fachlichen Austausch in diesem Bereich zu fördern. Dazu wurden verschiedene Fachleute aus Korea und Deutschland eingeladen.
Die Konferenz stieß auf große Resonanz bei den Seouler Experten. Im Anschluss an die Konferenz wurde vielfach der Wunsch geäußert, hier einen nächsten Schritt zu machen. Daraus entstand die Idee des Seoul LivingLab, um im Rahmen eines Expertenworkshops nun eine Konkretisierung und Anwendung der diskutierten Inhalte zu erarbeiten.
Eingeladen wurden größtenteils die koreanischen und deutschen Expert*innen, die schon an der Konferenz teilgenommen hatten, sowie Vertreter*innen der Politik und Stadtverwaltung. Zudem sollen die Bewohner*innen des Quartiers in den Prozess eingebunden werden. Es ging diesmal stärker als 2015 bereits um Fragen der Umsetzung, daher beteiligte sich diesmal auch die Handwerkskammer Baden Württemberg an dem Workshop. Die Ergebnisse wurden im Anschluss an das LivingLab im Quartier präsentiert und ausgestellt.
Das LivingLab ist ein wichtiger Zwischenschritt zu dem langfristigen Ziel, in Seoul ein Pilotquartier einer neuen Art der Stadterneuerung zu initiieren, unter Beteiligung deutscher Institute und Firmen, angelehnt an das Konzept der deutschen Internationalen Bauausstellungen (IBA).Das Living Lab war eine breit angelegte Kooperation:Veranstaltet wurde das Lab durch das Projektteam URBAN VOIDS in Kooperation mit Baden-Württemberg International (bw-i), dem Kompetenzzentrum des Landes Baden-Württemberg zur Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft.
UV Workshop
UV Workshop
Das Quartier: Sangdo-4-Dong
Sangdo-4-Dong ist eines von fünf Pilotquartiere der Stadt Seoul, in denen seit 2015 neue Herangehensweisen an die Quartierserneuerung erprobt werden. Es ist ein zwei- bis fünfgeschossig bebautes Gebiet mit kleinteiliger Parzellenstruktur und relativ engen Straßen, die sich in ein System kleinerer Gassen verzweigen. Das Gebiet ist von großen Erschließungsstraßen umgeben und gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erschlossen.
Es liegt am Hang, die Kuppe des Berghanges ist bewaldet. Das Gebiet umfasst ausgesprochene Wohnquartiere sowie gemischte Quartiere mit zahlreichen Läden und Dienstleistungen in den Erdgeschossen. Es gibt viele Kirchen, eine große Schule und zahlreiche Kindergärten. Die Bevölkerung wohnt im Schnitt bereits länger im Quartier als üblich, es gibt auffällig viele Kinder.
Im Bereich einer Bergkuppe ist ein größeres Wohngebiet teils abgerissen worden, teils steht es leer. Hintergrund sind spekulative Erwartungen neuer Eigentümer, die die Gebäude im Gebiet aufgekauft haben in der Hoffnung auf die übliche Tabula-Rasa-Sanierung und verdichteten Wohnungsbau. Um das Gebiet wird seit einiger Zeit vor Gericht gestritten, es ist in einem desolaten Zustand.
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Vorangegangene Aktivitäten

Im ersten Jahr der Sanierung wurde neben diversen Bestandsaufnahmen vor allem die Bevölkerung befragt und aktiviert. Entwickelt wurden Ziele für die Sanierung, die unter den Schlagworten „soziales Miteinander“ – „grüne Umwelt“ – „starke Wirtschaft“ zusammengefasst werden.
Zu diesen Zielen wurden durch einen Quartiersplaner und sein Team erste Ideen entwickelt. Die Quartiersarchitekten erhofften sich von dem LivingLab Beiträge, wie die Ziele mit konkreten Maßnahmen verbunden werden können.
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Schwerpunkte
Im LivingLab wurden die folgenden Schwerpunkte bearbeitet:
• Einen Rahmenplan für das gesamte Quartier mit einer Differenzierung der Ziele
• Konzepte für die Brachfläche
• Konzepte für eine Ordnung der weiteren Verdichtung des Gebietes
• Konzepte für die Umgestaltung und Neuordnung des öffentlichen Raumes
• Konzepte für die ökologische Umgestaltung des Gebietes: auf der Ebene des Quartiers (insbesondere wasserwirtschaftliche Aspekte) sowie auf der Ebene des Gebäudes (hier vor allem energetische Aspekte)
• Verkehrskonzepte – auf der Ebene des Quartiers und beispielhaft für bestimmte Typen von Strassen
• Hinweise für die Werkzeuge, mit denen die Planung umgesetzt werden kann.
Die Konzepte stellen erste Skizzen dar, es sind keine fertig abgestimmten Pläne. Das Besondere ist, dass sie im Dialog, teilweise in unmittelbarer Kooperation von koreanischen und deutschen Fachleuten und Studierenden entstanden sind – mit allen Chancen aber auch Reibungen und Missverständnissen, die eine solche Arbeit mit sich bringt. Dank der koreanischen Teilnehmer*innen konnten auch Gespräche mit der Bevölkerung geführt werden.
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Ergebnisse

Die Präsentation der erarbeiteten Pläne und Modelle fand am 08.04.2016 im Quartier selbst statt, sie wurden in einer Poster-Ausstellung präsentiert und in einer 4- stündigen Veranstaltung mit koreanisch-englischer Simultanübersetzung vorgestellt und diskutiert. Sie stieß auf großes Interesse bei den Quartiersvertreter*innen, den Planer*innen aus dem Bezirk ebenso wie bei der Verwaltung der Stadt Seoul sowie Vertreter*innen anderer Unternehmen und Universitäten.
Bei der Präsentation wurden explizit auch Hinweise auf deutsche Lösungen für vergleichbare Probleme oder auch deutsche Beispielbauten gegeben, sofern dies für das Verständnis sinnvoll war.
Der Ertrag des LivingLab bestand darin, dass ökologische Ziele („GreenCities“) systematisch bei der Erneuerung des Bestandes verfolgt wurden und dass viele Aspekte dieser Erneuerung ausgearbeitet wurden. Dabei konnten auch Zielkonflikte benannt werden. Es wurden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen erläutert, die nötig sind, um eine solche Erneuerung umzusetzen.
Derzeit wird eine Dokumentation der Ergebnisse erarbeit.
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Beteiligte am LivingLab

Veranstalter
In-Sook Choi, Länderbereichsleiterin ASEAN, Japan, Korea, Australien, Abteilung Wissenschaft, Forschung, Kunst, bw-i Baden-Württemberg International
Philipp Dechow, Dr.-Ing., ISA Internationales Stadtbauatelier und KIT Karlsruher Institut für Technologie, Institut Entwerfen von Stadt und Landschaft (IESL)
Kerstin Gothe, Prof. Dipl.-Ing., KIT Karlsruher Institut für Technologie, Institut Entwerfen von Stadt und Landschaft (IESL)
Seogjeong Lee, Prof. Dr.-Ing., Seoul National University, Department of Environmental Planning

Koreanisches Team
Joongseok Ryu, Prof. Ph.D., Chung-Ang University, Dept. of Urban Design and Studies, Master Planner of Sangdo-4-Dong, Jeong Hyun Rho, Prof.Ph.D., Hanyang University, Department of Urban Planning & Engineering, Yong Woo Yoon, Prof.Ph.D., Chung-Ang University, Dept. of Urban Design and Studies, Thorsten Schuetze, Prof. Dr.-Ing., Sungkyunkwan University, Department of Architecture, College of Engineering

Deutsches Team
Elena Cuntz, Dipl.-Ing., Mäckler Architekten, Markus Kaltenbach, Dipl.-Ing., Albert Speer und Partner, Claus Munkwitz, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Stuttgart, Jan Riel, Prof. Dr.-Ing., Hochschule Karlsruhe, Fakultät für Architektur und Bauwesen, Angela Rimmele, Dipl.-Ing., Gebäudeenergieberaterin, Vorstand der Zimmererinnung, Kurt Werner, Dipl.-Ing. Architekt Stadtplaner BDA DASL, Regierungsbaumeister, Bürgermeister a.D. Stadt Konstanz

Studierende
Studierende der Fachrichtungen Architektur, Stadt- und Verkehrsplanung sowie der Energiewirtschaft des KIT Karlsruher Institut für Technologie, der Seoul National University, der Universität Stuttgart, der Hanyang University, der Sungkyunkwan University sowie der Hochschule Karlsruhe.

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Konferenz „Green Cities – Zur Umsetzung ökologischer Ziele bei der Erneuerung bestehender Quartiere“
Seoul Museum of History · 24. – 25. März 2015
Das Konzept einer „Green City“, einer nachhaltigen, CO2-neutralen, klimagerechten und energieeffizienten Stadt wird bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Städten diskutiert, so auch in Südkorea. Als große Herausforderung zeigt sich dabei in den letzten Jahren vor allem die Frage, wie diese Konzepte nicht nur bei Neubauten oder städtebaulichen Neuplanungen, sondern in den schon bestehenden Quartieren umgesetzt werden können. Der Fokus steht dabei nicht mehr auf der Entwicklung technischer Innovationen, sondern auf Strategien der Umsetzung schon bestehender Gebäude bei Sanierung und Erneuerung. Dafür sind neue Instrumente der Planung und des Bauens notwendig, die auch auf kleinteilige Eigentümerstrukturen eingehen können.Für Seoul hat diese Frage in jüngster Zeit an Aktualität gewonnen, da hier gerade ein Paradigmenwechsel von der Tabula-Rasa-Abriss-Politik der Flächensanierung hin zu einer Politik der erhaltenden und kleinteiligen Erneuerung vollzogen werden soll. Baden-Württemberg auf der anderen Seite ist einer der Bundes­staaten in Deutschland, in dem neue Technologien und Innovationen für einen nachhaltigen Stadtumbau weit fortgeschritten sind. Außerdem liegen hier jahre­lange Erfahrungen in einer kleinteiligen Stadterneuerung sowohl mittelalterlicher Innenstädte als auch moderner Stadtteile vor – verbunden mit einer intensiven Beteiligung der Bewohnerschaft und der Eigentümer.Vor diesem Hintergrund wurde im März 2015 in Seoul durch das URBAN VOIDS-Team in Kooperation mit Baden-Württemberg International (bw-i), dem Kompetenzzentrum des Landes Baden-Württemberg zur Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft zur Konferenz „Green Cities – Zur Umsetzung ökologischer Ziele bei der Erneuerung bestehender Quartiere“ eingeladen. Es trafen Fachleute aus Korea und Deutschland zusammen, um den aktuellen Bedarf an Instrumenten und Technologien der Quartiers- und Gebäudesanierung mit Lösungsvorschlägen aus den Bereichen der Energieeffizienz, der Mobilitätsplanung, des Wassermanage­ments und weiterer Umwelttechnologien zu diskutieren. Neben den Referenten kamen vorrangig Gäste aus Seoul, aus verschiedenen privaten oder staatlichen Forschungsinstituten, von Hochschulen, aus der Stadtverwaltung, aus freien Büros sowie auch einige interessierte Bürger*innen. Auch einige Gäste aus Deutschland nahmen an der Konferenz teil, vorrangig als Vertreter von in Seoul ansässigen Institutionen wie etwa die deutsche Botschaft oder die Auslandshandelskammer. UV Workshop
UV Workshop
Referenten
Herr Dr. Chang Heum Byeon, President der SH Corporation: Stadtentwicklung nach einer Ära des Wachstums – die Aufgabe des Stadtum­baus und die Rolle der öffentlichen Institutionen.Frau Prof. Dr.-Ing. Seog-Jeong Lee, Seoul National University: Green City im Alltag. Herausforderungen und Chancen.Frau Dr.-Ing. Chu-Young Tchah, AURI – Architecture and Urban Research Institute: Aktuelle Instrumente, Gebietskulissen und Förderpolitik der Stadterneuerung in Korea.Frau Prof. Dipl.-Ing. Kerstin Gothe, Karlsruher Institut für Technologie: Instrumente und Beispiele der Stadterneuerung in Deutschland.Herr Prof. Dr.-Ing. Thorsten Schütze, Sungkyunkwan University: Perspektiven der Gebäudesanierung in Korea.Herr Prof. Dr. Donyun Kim, Sungkyunkwan University: Wandel und Sanierung aktueller städtischer IndustriekomplexeHerr Dr. Hee Seon Jin, Director-General, Housing and Architecture Bureau, Seoul Metropolitan Government: Stadtsanierung in Seoul und grüne Architektur.

Herr Prof. Dr.-Ing. Michael Braum, IBA Internationale Bauausstellung – Heidelberg: Stadtumbau am Beispiel der Internationalen Bauausstellung Berlin 1987.

Herr Prof. Tae-Goo Lee, Semyung University: Regenwassermanagement in Wohnanlagen in Korea und Deutschland.

Herr Dr.rer.pol Ulrich Fahl, Universität Stuttgart: Advanced Green City Energy Planning (AGEP). Maßnahmen für eine nachhaltige Stadt.

Frau Prof. Dipl.-Ing. Myoungju Lee, Myongji University: Reduktion von Treibhausgasen und Steigerung der Energieeffizienz am Beispiel der Remodellierung kleiner, öffentlicher Gebäude in Korea

Herr Prof. Jeong-Hyeon Rho, Hanyang University: Paradigmenwechsel zu einer nachhaltigen Stadt in Korea: Verkehr in der Stadt.

Herr Prof. Dr.-Ing. Jan Riel, Hochschule Karlsruhe für Technik und Wirtschaft: Stadtverträgliche Mobilität.

Green Cities Workshop_프로그램Programm_DE,KOR

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2014 Juli Besuch Koreaner2
Der zweite Besuch des koreanischen Forschungsteams fand mit mehr Gewicht an Workshops mit Experten in Deutschland statt. Dabei wurde viele Ideen gesammelt und neue Ideen ausgebildet. Als praktisches Beispiel waren Projekte in Süddeutschen Raum mit professionellen Führungen vor Ort zu besichtigen, wie zum Beispiel in Nürnberg, in Erlangen, in Ludwigsburg, in Biberach an der Riss und in Stuttgart.

독일의 관련전문가들과 함께하는 워크샵에 중점을 두었던 한국 연구팀의 두번째 독일방문에서는 많은 아이디어들이 모여 새로운 생각으로 발전되는 등 좋은 성과를 거둘 수 있었습니다. 그 외에 뉘른베르크, 에어랑엔, 루드빅스부르크, 비버라흐, 슈투트가르트 등 독일 남부지역의 관련 사례들을 각 지역의 담당자 분들의 안내와 함께 돌아보는 시간을 갖기도 했습니다.

 

Urban Voids Workshops l 어반보이드 워크샵
Im Rahmen des Projekts wurden drei Workshops über drei Tage veranstalten, mit der Frage wie die Potenzialflächen im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung oder -erneuerung nutzen lassen. Dazu haben wir Fachleute aus dem KIT, aus anderen Forschungseinrichtungen eingeladen und gemeinsam diskutieret und Ideen entwickelt, wie diese Quartiere erneuert, energetisch ertüchtigt und aufgewertet werden kann.
Die Workshops hatten je einen eigenen Schwerpunkt, teils ging es eher um die Organisation der Verwaltung und die Möglichkeiten, Unterprojekte zu starten, teils eher um die inhaltlichen Aspekte. Besonders bei dem dritten Workshop wurde es konkret mit Bürgerverein von Karlsruher Nordwest-Stadt und Forscher auf dem Feld der Quartierssanierung stattgefunden, der ein Austausch und Vergleich der Bürgerbeteiligungsformate in Korea und Deutschland ermöglichte.

3일간 진행된 어반보이드 연구팀 주최의 워크샵에서는 지속가능한 도시재생을 위해 잠재력을 갖춘 공간들이 어떻게 이용될 수 있는지에 대해 토론하였습니다. 행정적인 측면 및 실질적인 측면 등 3일간 각각 다른 시각에 중점을 두고 진행된 이 행사에는 칼스루헤 공과대학(KIT) 외 다수의 연구기관에서 전문가들이 초청되어 도시의 자투리 공간이 지역재생 및 효율적인 에너지관리에 기여할 수 있는 구체적 방법들을 모색하였습니다. 마지막 워크샵에서는 특히 칼스루헤 노드웨스트-슈타트 지역의 시민단체 및 마을재생 분야의 연구자들과 함께 그들이 활동하는 지역을 둘러보며 한국과 독일의 시민참여형 도시재생에 관해 교류하는 시간을 갖기도 하였습니다.

 

 

UV Workshop

UV Workshop
UV Workshop
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Nürnberg – PRISMA ㅣ 뉘른베르크 – 프리즈마
PRISMA ist ein sozial ausgewogener Gebäudekomplex mit gemischten Nutzung, gebaut nach ökologischen und energiesparende Prinzipien. Anhand der Stadterneuerungsprojekt Nürnbergs haben die Planer von Prisma ausgerichtet, Regenwasser vor Ort durch künstlichen und natürlichen Maßnahmen zu verwalten und gleichzeitig ein angehehmes Klima zum Wohnen und Arbeiten zu erstellen.

뉘른베르크 시의 도시재생 프로젝트의 일환으로 지어진 복합용도의 블럭인 프리즈마는 사회적, 생태적 그리고 에너지적 균형을 이루도록 설계되었습니다. 예를 들어 빗물을 활용한 환기 및 냉난방 시설로 주거와 업무용도를 위한 쾌적한 환경이 조성되어 있습니다.

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Nuernberg
Erlangen – Röthelheimpark ㅣ 에어랑엔 – 뢰텔하임파크
Auf einer ehemaligen Militärfläche wurde ein neues Quartier Röthelheimpark(ca. 5.000EW) entstanden, der aus Univeresitätsgebäude, Wohnungen, Handel und Gewerbe besteht. Die ehemalige Militärfläche lag damals als Barriere zwischen den östlichen Stadtteilen und dem Naherholungsgebiet. , die heute dank ihrer idealen Lage seinen hohen Wohnwert hat. Innenstadt Erlangens sowie alltägliche Versogungen ist von Röthelheimpark fußläufig erreichbar. Nach der Gründung von Projektgruppe im Jahr 1993 ist vorraussichtlich 2014 Abschluss des gesamten Projektes vorgesehen.

군용지로 이용되어온 뢰텔하임파크 지역은 그동안 에얼랑엔 시의 동부지역과 자연보호구역 사이의 장애물이 되어왔습니다. 1994년 프로젝트가 시작된 이후 약 5000명의 인구가 상주하는 대학, 주거 및 상업지역으로 전환되는 과정에서 시 중심가와 가까운 이 지역의 이점과 함께 2014년 총 사업의 종결을 내다보고 있습니다.

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Erlangen
Ludwigsburg – “Grünes Zimmer” und weitere Stadterneuerungsprojekte l 루드빅스부르크 – “녹색방” 및 도시 재생 프로젝트
Das Projekt “Grünes Zimmer” stellt sich die Frage, wie Städte und Regionen auf die klimatische Herrausforderung reagieren können. Insbesondere in dicht besiedelten Innenstädten und hoch versiegelten Flächen kann vertikale Begrünungselemente wie bei “Grünes Zimmer” durch Baumwände, Fassadenbegrünung oder Gründach die Grünfläche maximieren. So wurde in Ludwigsburg ein “Grünes Zimmer” entstanden, mit 140qm bepflanzter Oberfläche und 7000 Pflanzen.

“녹색방” 프로젝트는 도시 및 지역이 기후변화에 어떻게 지속가능한 대응을 할 수 있는지에 대한 대안을 제시합니다. 인구밀도가 높은 도심지역이나 불투수면이 넓은 환경에서 수직적 녹화모듈을 이용하는 아이디어가 루드빅스부르크에 실현되었습니다. “녹색방” 프로젝트에는 약 140qm의 표면적에 7000여개의 식물이 심어졌습니다.

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Ludwigsburg
Biberach(an der Riss) – Stadterneuerungsprojekt l 비버라흐(리스) – 구도심 재생 프로젝트
Das Sanierungsgebiet «Altstadt» beinhaltet den mittelalterlichen Stadtkern und den Weberviertel, der die Funktion als Geschäftszentrum und Wohnstandort übernimmt. Die Maßnahmen verfolgen das Ziel der Verbesserung der Lebensbedingungen, Neugestaltung des Verkehrssystems und Stärkung der Einzelhandelsfunktion von Stadtzentrum. Eines der Hauptziele der Sanierung war Modernisierung und die Renovierung der erhaltenswerten Gebäude und Erneuerung von Objekten durch Neubauten. Nach dem Stadterneuerungsprojekt wurden alte Gebäude, öffentliche Räume, mehrere Parkplätze, Fußgängerzone und Verkehrsflächen erneuert. Das gesamte Projekt wurde konkretisiert und mit Hilfe der kommunalen Programme durchgeführt.

중세시대의 역사를 간직한 구도심 재생프로젝트는 상업의 기능을 강화하는 한편 주거환경 개선, 교통체계 재편성을 목표로 시작되었습니다. 주 정부의 구도심 재생프로젝트의 일환으로 진행된 이 프로젝트를 통해 비버라흐 구도심은 보존가치가 있는 건축이 개/보수되고 일부는 신축되는 한편 공공 공간이 새로 디자인되고 주차공간 및 보행전용구간과 교통공간이 개선되는 성과를 거두었습니다.

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Biberach

 

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